Die Faschingsgesellschaft Finndonia e.V. geht bereits bis auf das Jahr
1968 zurück.
Der Name hat seinen Ursprung aus der Geschichte Finningens (im 6. Jahrhundert
regierte im jetzigen Schlössle ein Graf namens Fino).
Einige interessierte Bürgerinnen und Bürger Finningens setzten
sich zusammen und organisierten einen
Faschingsumzug, um den Dorfbewohnern mit einfachen Mitteln ein billiges
Vergnügen zu bereiten.
Das Dorfgeschehen wurde so unter der närrischen Lupe betrachtet.
Schon damals zeigte sich Josef Hintermayer
als großer Motor des Finninger Faschings. Weitere Gründungsmitglieder
waren Adolf Behringer,
Adalbert Brugger, Alfons Mengele, Alois Müller und Manfred Wölfle.
Da teilweise Unterlagen verloren gingen sind
uns weitere Personen leider nicht bekannt.
Im Jahre 1975 regierte im Finninger Fasching erstmalig ein Prinzenpaar
(Prinz Erich I. und Prinzessin Irene I.).
1982 wurde bei der Generalversammlung beschlossen aus dem "wilden
Haufen" (unorganisiert)
einen ordentlich eingetragenen Verein zu machen.
Seit dieser Zeit standen an der Spitze des Faschings stets närrische
Tollitäten. Die Garde und die
Showtanzgruppe erweiterten das Programm. Elferrat, Hofstaat und die
Vorstandschaft traten Ihnen zur Seite.
Zum festen Bestandteil der letzten Jahre gehörten Männergarde,
das Tanzmariechen und das
Osterstein-Trio. Der größte Umzug mit den umliegenden Faschingsgesellschaften
1984/85
und das große Dorffest waren Höhepunkte in der Vereinsgeschichte.
Weitere Höhepunkte
waren 1990 das 22jährige und 2001 das 33jährige Vereinsjubiläum.
1993 wurde Josef Hintermayer,
der von 1968 bis 1993 als Präsident tätig war, zum Ehrenpräsident
ernannt. Diese Ehre wurde
auch Hubert Braun zu Teil, der von 1993 bis 2009 Präsident der
großen Finndonia war.
Seit 1992 ist es auch Tradition, am Rosenmontag das Dominikus-Ringeisen-Werk
in Ursberg zu besuchen,
was immer ein großer Erfolg ist. Die Faschingsgesellschaft Finndonia
versteht dies als kleines Zeichen,
dass Behinderte in unserer Gesellschaft nicht ausgeschlossen sind. Fester
Bestandteil des dörflichen
Faschingsgeschehens ist in jedem Jahr ein "Maschkerer"-Gottesdienst.
Großen Zulauf finden die Ballveranstaltungen
im "Schlössle", Unterfinningen, und "Schützenheim",
Oberfinningen. Seit 2002 wird die
Finndonia durch den Kinderhofstaat verstärkt.
Der inzwischen über 230 Mitglieder zählende Verein, davon
90 Aktive, veranstalten alljährlich ein Gartenfest
und diverse Eigenveranstaltungen. Mit viel Energie und Bereitschaft
wird die Finndonia inzwischen vom
1. Vorstand Andreas Habl und der Präsidentin Martina Engelmayer
geführt.